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Die Kunstschaffende fabienne b joris bietet mit «coronART_kids» Kindern und Jugendlichen von 6 bis 15 Jahren die Möglichkeit, kreativ auszudrücken, wie es ihnen im coronabedingten Ausnamezustand geht. Nach den Einschränkungen findet eine öffentliche Ausstellung mit allen Werken statt. Der Verkaufserlös der Kunstwerke geht vollumfänglich an die Stiftung Theodora.

Im Interview verrät uns die Künstlerin, wie es zu diesem kreativen Projekt kam. 

fabienne b joris

Was ist die coronART_Kids Challenge?

Es ist eine schweizweite Aufforderung für Kinder und Jugendliche von 6 bis 15 Jahren unter dem Motto «Gemeinsam kreativ durch die Krise». Sie gestalten eine Zeichnung oder eine Collage zum Thema, «wie geht’s mir jetzt zu Hause». Sämtliche eingesandten Werke werden auf Instagram und auf meiner Webseite publiziert. Ich bin gespannt, wie unsere jüngste Generation diesen Ausnahmezustand erlebt. Als Höhepunkt der Aktion wird es in der Zeit nach Corona eine Ausstellung geben mit der Möglichkeit, die Kunstwerke zu erwerben. Der Erlös der verkauften Bilder geht zu 100 Prozent an die Stiftung Theodora.

Wie sind auf die Idee gekommen die «coronART_kids Challenge» zu organisieren?

Ich habe mir überleget, was ich als Kunstschaffende in der aktuellen Situation beitragen könnte. Mein Atelier befindet sich in einem Wohnquartier eines Berner Vororts, und normalerweise ist es sehr ruhig hier; für mich manchmal fast zu ruhig! Doch nun ist viel Leben im Quartier. Kinder sind auf einmal draussen im Garten, spielen, lachen, schreien, und die Eltern sind gefordert, ja, teilweise auch überfordert. Ich habe mehrere «Hilferufe» von Eltern erhalten betreffend einem Alternativprogramm für die Kinder oder für Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Das hat mich auf die Idee gebracht, mit den schulpflichtigen Kids etwas Kreatives zu schaffen. Wegen der Regeln des Bundesamts für Gesundheit kann ich die Kinder nicht in mein Atelier holen. So ist die Idee der «coronART_Kids Challenge» entstanden.

«Macht weiter so! Es gibt nichts schöneres als ein Kinderlachen, und seien es wenige Augenblicke, die sie in eine Fantasiewelt transportieren.»

Weshalb haben Sie sich dazu entschieden, die Stiftung Theodora im Rahmen dieser Aktion zu unterstützen?

Ich war früher in meinem Beruf als Aktivierungstherapeutin als Clown in Altersheimen unterwegs. Die Stiftung Theodora ist mir deshalb bekannt, und ich habe mir damals überlegt, aktiv mitzumachen. Somit war es naheliegend für meine Idee, die Stiftung Theodora miteinzubeziehen. Für mich war sofort klar, dass in dieser Pandemie Kinder für kranke Kinder kreativ sein sollen. Auch klar war für mich, dass der ganze Erlös an die Stiftung geht und ich kein Wettbewerb mit Ranglisten und Preisen machen wollte.

Wie haben dies Menschen auf die «coronART-Kids Challenge» reagiert?

Ich habe nur positive Reaktionen erhalten. Alle fanden es eine super Idee. Es war erstaunlich, wie viele Leute die Stiftung Theodora kennen. Für mich war es eine Herausforderung, die Familien mit Kindern zu erreichen. Die Presse hat das Projekt nicht unterstützt, die Schulleitung auch nicht, aufgrund ihrer Richtlinien, da es ein persönliches Projekt sei. Sie finden es aber trotzdem eine super Idee. Über Social Media und Newsletter habe ich zum Teil Eltern und Grosseltern erreicht.

Wofür steht für Sie die Stiftung Theodora?

Fröhlichkeit, Leichtigkeit und Kreativität zu den Kindern in Spitälern zu bringen.

Möchten Sie den Traumdoktoren etwas mitteilen?

Macht weiter so! Es gibt nichts schöneres als ein Kinderlachen, und seien es wenige Augenblicke, die sie in eine Fantasiewelt transportieren.

Zeichnung der zehnjährigen Aurélie aus Saillon (VD)

Weitere Beiträge und Informationen: www.fabiennebjoris.ch/coronart-kids oder www.instagram.com/coronart_kids