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Sommer-Newsletter

In der Traumschule mit Mamzelle und Didou

In dieser Newsletter-Ausgabe entführen wir Sie in den Schweizer Hochjura; nach La Chaux-de-Fonds. In einer zweiseitigen Reportage begleiten Sie Mamzelle und Didou in der Sonderschule «Les Perce Neige», die sie im Rahmen des Programms «Herr und Frau Traum» besuchen. 

Wir sind von Herzen dankbar, dass fortlaufend Geschichten wie diese geschrieben werden können – im Spital, in Institutionen für Kinder mit Behinderung und sogar in Sportcamps. Und das seit 25 Jahren! Verpassen Sie in diesem Zusammenhang das anekdotenreiche Interview mit Enrique Sáenz Raez nicht, der als Dr. Kiko seit 1994 Kinder im Spital besucht.

Wir wünschen Ihnen gute Lektüre und einen wunderbaren Sommer! 

 

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Bonus

Ein Erfahrungsbericht von Mamzelle

Bei unseren Besuchen im pädagogisch-therapeutischen Zentrum Les Perce-Neige hatte sich einer der Jugendlichen – Alexis – mehrere Monate lang nicht an unseren Animationen beteiligt. Er war Lärm, jeder Art von Berührung und Veränderungen gegenüber hoch empfindlich und unsere Besuche schien er als starke Störung zu empfinden. Nach mehreren Wochen kamen wir eines Tages mit einer Geschichte von Geistern, die Farben brauchen, daher. Der wie immer abseits des Geschehens sitzende Alexis schaut zögerlich, was los ist, und die Erzieherin bittet mich, zu versuchen, auf ihn zuzugehen. Ich nehme also mein Laken und meine bunten Stifte und setze mich neben Alexis. Ich fange an, ihm die Geschichte der Farben zu erzählen, mit denen die Laken bemalt werden sollen, und male zunächst ein auf meinem Schoss liegendes Laken bunt an. Dann lege ich es ihm vorsichtig auf seine Knie und male dabei weiter bunte Kreise. Und auf einmal nimmt er mir den Stift aus der Hand und beginnt zu malen! Es ist die erste echte Interaktion mit Alexis. In den kommenden Wochen sehen wir, dass er unsere Interventionen nach und nach mitverfolgt, dabei hält er sich jedoch stets im Hintergrund. Im Juni, bei unserem letzten Besuch in diesem Schuljahr, sitzen wir alle zusammen an einem Tisch und singen gemeinsam ein Lied. Alexis sitzt jedoch auf einer Bank im Flur. Nachdem wir das Lied zu Ende gesungen haben, spricht mich die Erzieherin an: 'Mamzelle, kannst du mal kommen? Er fragt schon eine ganze Weile nach dir.» Ich setze mich also neben Alexis und sage zu ihm: 'Na, Alexis, ich hab gehört, dass du mich sprechen willst?' Er wiederholt mehrere Male meinen Namen und sagt auf einmal 'Umarmung', bevor er mich richtig fest in seine Arme schliesst. Für jemanden, der nicht verträgt, dass man ihn berührt ... Die Erzieherin glaubt ihren Augen nicht: «Das muss ich unbedingt fotografieren»! Ich selbst bin tief berührt. Was für ein unglaublicher Fortschritt, was für eine tolle Entwicklung in diesem Jahr! Und vor allem: Was für eine wundervolle Art, sich schöne Ferien zu wünschen!

Fotos der Reportage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Pierre-Yves Massot